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In Ihrer Tierpension betreut Evi Geisselhardt Tiere, die zum Beispiel über die Ferienzeit untergebracht werden müssen.
1/1 Bild: mh In Ihrer Tierpension betreut Evi Geisselhardt Tiere, die zum Beispiel über die Ferienzeit untergebracht werden müssen.
26.07.2014 21:00

Im Sommer wird es voll

LICHTENSTEIG Jetzt suchen viele nach einer schnellen Ferienlösung für ihr Haustier

Viel zu tun gibt es derzeit in den Tierheimen: Über die Sommerferien werden viele Tiere abgegeben – jedoch kaum welche an neue Besitzer vermittelt.

«Es gibt immer wieder Menschen, die wegzügeln und ihre Haustiere am alten Wohnort zurücklassen oder einfach aussetzen», so Evi Geisselhardt Betreiberin des Tierheims und der Tierpension Sunneberg. «Dafür sind dann die Tierheime zuständig», so Geisselhardt. Verständnis hat sie dafür keins, es kam sogar schon vor, dass Tierbesitzer ihre Hunde an der Strasse angebunden haben. «Wir nehmen alle heimatlosen Tiere auf», führt sie weiter aus, «auch wenn es eng wird.» Besonders in der Ferienzeit sind die Heime voll, da viele Haustiere zur Betreuung über die Urlaubszeit in die Tierheime gegeben werden. «Es kommt aber auch vor, dass Tiere abgegeben werden, die den Nachbarn während der Sommerferien zur Betreuung oder nur Fütterung überlassen wurden. Sie laufen dann weg und werden durch besorgte Finder abgegeben », sagt Evi Geisselhardt.Sie führt seit über zehn Jahren das Tierheim und die Tierpension „Sunneberg". Sie weiss, dass es wenig Anlaufstellen für herrenlose Tiere in der Region gibt. „ «Wir nehmen alle Tiere auf, soweit wir können», erklärt sie weiter. Wenn sie wieder stabil sind, versuchen wir sie an tierliebende Menschen zu vermitteln. Meist sind es Privatpersonen, die ein Tier bringen. „Menschen mit Herz", wie Evi Geisselhardt meint, „die beobachten, dass beispielsweise eine Katze sich allein aufhält und diese dann anfüttern." Man muss nicht alle Tiere zu einem Tierheim bringen, aber zumindest zu einem Tierarzt, ergänzt sie. „Es reicht dann oft aus, dass den Tieren etwas zu fressen gegeben wird, weil sie sich nicht allein ernähren können", so Evi Geisselhardt.

Tiere sind keine Geschenke

Ein kleines Hündchen für die Tochter, die sich doch so sehr einen Wünscht. Die Freude am Geburtstag ist riesig. Doch sie wird oft schnell vom Alltag eingeholt. Denn Hunde brauchen täglich mehrere Stunden Beschäftigung und viel Aufmerksamkeit. Sie brauchen Beschäftigung und das an jedem Tag. Das trübt die Freude des ach so süssen Geschenkes schnell. «Wenn es weniger Tiere als Geschenke geben würde, dann hätten wir auch nicht so volle Tierheime», behauptet Evi Geisselhardt. Die ausgebildete Tierpflegerin gibt zu bedenken, dass die Menschen immer weniger Verantwortungsgefühl gegenüber Tieren haben. Es ist gut, dass es Menschen wie Evi Geisselhardt gibt. Sie ist für ausgesetzte Tiere da, nimmt sie auf, päppelt sie wieder hoch und versucht sie zu vermitteln, aber an Menschen, die wissen, was alles zur Tierhaltung dazugehört. Evi Geisselhardt setzt sich auch dafür ein, dass alle Hunde und Katzen gechipt werden.

Herrchen packt die Koffer und dann?

Trauriger Hundeblick und Katzenjammer – Herrchen packt die Koffer und ist in Ferienstimmung, während der geliebte Vierbeiner zu Hause bleiben muss. Für die meisten von ihnen hat Herrchen eine Betreuung organisiert. Doch es kommt immer wieder vor, dass Tiere einfach ausgesetzt werden, wenn die Ferienzeit naht. Evi Geisselhardt vom Tierheim und der Tierpension "Sunneberg" kennt das auch: «Mit Beginn der Sommerzeit häufen sich die Anrufe von besorgten Menschen, die herrenlose Tiere gefunden haben». Auf Parkplätzen oder an Waldrändern werden die Tiere oft einfach sich selbst überlassen. «Das ist typisch, immer etwas ausserhalb von Ortschaften, werden Hunde, Katzen oder andere Haustiere einfach sich selbst überlassen", so Evi Geisselhardt. Meist sind es Privatpersonen, die ein Tier bringen. „Menschen mit Herz", wie Evi Geisselhardt meint, „die beobachten, dass beispielsweise eine Katze sich allein aufhält und diese dann anfüttern."

Katzen lieber daheim lassen

Katzen sollten, wenn möglich, in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Sie lieben ihre vertraute Umgebung und fühlen sich daheim am wohlsten. Die perfekte Ferienlösung für die Samtpfoten liegt also auf der Hand: Sie werden von guten Kollegen versorgt. Aber auch hier kommt es ab und zu vor, dass sie dann weglaufen, oftmals werden auch diese Tiere dann ins Tierheim gebracht. Eine andere Variante ist eine Tierpension. Auch die Tierheime in unserer Region bieten einen Ferienaufenthalt für Katzen an.

Hunde können auch mit auf Reisen

Ihr Hund ist glücklich, wenn er Herrchen den ganzen Tag begleiten darf. Die optimale Ferienlösung für Hunde lautet also: Mit in die Ferien. Hierbei sollten aber bestimmte Einreisebestimmungen für das Ferienziel beachtet werden. Können Sie Ihren Vierbeiner nicht mitnehmen, ist auch für ihn die beste Variante von einem guten Freund betreut zu werden. Ist auch das nicht machbar, kann er genauso wie eine Katze in einem Tierheim oder einer Tierpension untergebracht werden. Besser ist es hier, vorher ein paar Probetage zu vereinbaren. Wer gerade die Sommerferien plant, sollt unbedingt auch daran denken, wo er seinen geliebten Vierbeiner unterbringen will. Wer niemanden hat, der sich um das Tier kümmern kann, der sollte sich jetzt schnell mit einer Tierpension in Verbindung setzten. Bleibt ein Tier Zuhause, sollten Sie auf alle Fälle Ihre Telefonnummer hinterlassen. Und wer die Ferien in der Region verbringt, sollte darauf achten, ob nicht irgendwo ein herrenloses Kätzchen jammert.

mh

Tierheim & Tierpension "Sunneberg" Wilerstrasse 105 9620 Lichtensteig

Telefon071 640 09 31

Weitere Infos: https://www.facebook.com/#!/TierheimUndTierpensionSunneberg